In den Fabriken dieser Welt entstehen über eine Million verschiedene Produkte: Smartphones, Platinen, Gabelschlüssel. Bevor eines davon verkauft oder verbaut wird, muss die Qualität geprüft werden. Immer häufiger übernimmt das eine Kamera mit KI im Hintergrund. Und diese KI lernt zunehmend aus Bildern, die niemals eine Kamera aufgenommen hat.
Genau dort setzt die neue Folge unseres Podcasts Systemblick an. Zu Gast ist Maximilian Grau, Mitgründer und Geschäftsführer des Startups Medabsy aus Dingolfing. Er simuliert Kamerasysteme, bevor die erste Kamera bestellt ist, und erzeugt Trainingsdaten für Prüfsysteme, die es in der Realität noch nicht gibt. Nach seiner Erfahrung verkürzt das Projekte, die sonst Monate oder Jahre brauchen, um bis zu 94 Prozent.
„Da spart man sich Tage, teilweise Wochen Arbeit. Das macht die KI in fünf Minuten, wenn man richtig mit ihr arbeitet.“
— Maximilian Grau, in der aktuellen Systemblick Folge
Ein paar der Punkte, die zur Sprache kommen:
| 01 | Warum man ein Kamerasystem nicht einfach kaufen und einbauen kann, und weshalb die Suche nach den richtigen Parametern ganze Projekte ausbremst. |
| 02 | Wie Simulation und synthetische Trainingsdaten die Lücke schließen, wenn für die KI in der Qualitätsprüfung schlicht keine Bilder vorhanden sind. |
| 03 | Weshalb Maximilian Grau die Wirkung von KI in derselben Größenordnung einordnet wie die Digitalisierung. Kein bisschen darunter. |
| 04 | Woran es liegt, dass viele Unternehmen abwarten: Tempo, Fachbegriffe, Datenschutz, EU AI Act. Und welcher erste Schritt trotzdem funktioniert. |
Eine Antwort behält Maximilian Grau der Folge vor: Ob KI das Geschäftsmodell Software as a Service wirklich beendet. Er hat dazu eine klare Meinung und drei Argumente, die selten so offen ausgesprochen werden. Zu hören sind sie nur im Gespräch.
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