Nach 26.6 folgt der nächste Schritt: Das CSP Manufacturing OS ist jetzt in Version 26.8 verfügbar. Das Release erneuert das Erscheinungsbild aller Produkte und bringt in jedem einzelnen Produkt Neuerungen mit, von der Datenbankwahl in IPM über sieben Features in PGX und die auditfeste Dokumentation in QST bis zum neuen Web Frontend in CHRONOS. Hier ist der Überblick, geordnet nach Produkt.
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Inhalt |
Manufacturing OS: Ein Erscheinungsbild über alle Produkte
Mit 26.8 kommt das neue Erscheinungsbild von CSP in allen Produkten des Manufacturing OS an. Farben, Typografie, Icons und Bedienelemente folgen ab jetzt einem gemeinsamen Standard, von IPM über PGX und QST bis zu CHRONOS und SKILL.
Das ist mehr als Optik. Wer im Alltag zwischen Werkerführung, Prüfplanung und Archivrecherche wechselt, arbeitet in einer Oberfläche mit gleicher Logik und gleicher Sprache statt in fünf gewachsenen Anwendungen.
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IPM: Der komplette Verbaubaum in einem Aufruf
IPM: BTRV Erweiterung
Die Bauteilverfolgung beantwortet jetzt die Frage, die im Alltag zählt: Was ist aktuell verbaut. Eine neue Anfrageoption liefert ausschließlich aktive Verbauungen, der SOAP Service gibt den kompletten Verbaubaum in einem einzigen Aufruf zurück. Teams in der Bauteilverfolgung und Nutzer von IPM Web sehen damit den heutigen Verbauzustand statt jeder historischen Verbauung, Partner mit SOAP Anbindung sparen sich Folgeabfragen und das Filterverhalten entspricht endlich dem, was die Oberfläche verspricht.
PGX: Sieben Neuerungen in der Werkerführung
REST API für Jobdaten
PGX stellt Jobdaten jetzt über eine dokumentierte REST API bereit. Abgeschlossene Jobs, Ergebnisse und Prozessdaten lassen sich direkt aus dem System lesen, ohne Datenbankzugriff und ohne individuelle Exporte. Fertigungs IT und Integrationsteams erhalten damit eine Schnittstelle statt vieler Sonderwege und binden ERP, MES oder BI Systeme mit geringem Aufwand an. Job und Prozessdaten stehen so für Reporting und Analyse zur Verfügung.
Modbus TCP Integration
Der PGX ToolAgent unterstützt jetzt Modbus TCP. Pressen, Prüfstände und weitere Betriebsmittel lassen sich ohne zusätzliche Middleware direkt aus dem Workflow lesen und steuern. Prozessplanung und Arbeitsvorbereitung automatisieren damit manuelle Schritte und dokumentieren den Maschinenablauf zusammen mit der Werkerführung. Eine Schnittstelle deckt alle modbusfähigen Geräte auf dem Shopfloor ab, die Anbindung wird je Station konfiguriert statt entwickelt.

Taktzeiten und Timer in der Workflow Engine
PGX misst und erzwingt Zeiten jetzt direkt im Workflow: Taktzeiten je Arbeitsschritt und Timer für Aushärte, Verweil und Wartezeiten, etwa beim Arbeiten mit Klebstoffen oder Dichtmassen. Pflichtwartezeiten können damit nicht mehr übersprungen werden, der Werker sieht die Restzeit direkt an der Station und Qualitätsprobleme durch zu früh oder zu schnell ausgeführte Schritte nehmen ab. Gleichzeitig werden die Ist Zeiten für jeden Job erfasst und sind auswertbar.

Counter Nodes in der Workflow Engine
Neue Zählerknoten zählen Ereignisse wie Wiederholungen, NOK Ergebnisse oder Retries und lösen Folgeaktionen aus, zum Beispiel eine Eskalation nach dem dritten Fehlversuch. Prozessplanung, Arbeitsvorbereitung und Qualitätsmanagement legen damit fest, wie mit Abweichungen an der Station umgegangen wird. An die Stelle spontaner Entscheidungen auf dem Shopfloor tritt eine definierte Fehlerbehandlung, die Anzahl der Versuche ist frei konfigurierbar und jeder Trigger im Workflow lässt sich zählen und auswerten.

Visualisierungseditor
Der neue Visualisierungseditor arbeitet auf Arbeitsgruppenebene. Mehrere Arbeitsschritte entstehen direkt auf einem Bild oder Video, die Visualisierung wird an derselben Stelle bearbeitet, ohne externe Werkzeuge. Arbeitsvorbereitung und Prozessplanung erstellen und pflegen Arbeitspläne und Werkeranweisungen damit an einem Ort, Bild und Videobearbeitung sind eingebaut. Das Ergebnis sind klarere Anweisungen und ein besserer Überblick über die gesamte Arbeitsgruppe.

Job Start aus dem Auftragsvorrat
Jobs starten jetzt aus einem Auftragsvorrat, der über die REST API gefüllt wird. Das ERP System übergibt Aufträge direkt an die PGX Stationen, der Werker wählt den nächsten Job aus der Liste. IT Abteilungen, Prozessplanung und Arbeitsvorbereitung verbinden PGX damit ohne manuelle Übertragung von Auftragsdaten mit dem bestehenden ERP System. Es bleibt eine Standardschnittstelle für die Auftragsübergabe an den Shopfloor, der Jobstart wird einfacher und Eingabefehler nehmen ab.

Release Note für Arbeitsplanversionen
Beim Freigeben einer neuen Arbeitsplanversion hinterlegt die Arbeitsvorbereitung eine Release Note mit den Änderungen. Jeder Werker sieht diesen Hinweis einmal, wenn er die neue Version zum ersten Mal startet. Arbeitsvorbereitung, Qualitätsabteilung und Unternehmen mit nach ISO 9001 zertifizierten Prozessen erhalten damit eine nachvollziehbare Änderungshistorie für jede freigegebene Version. Der Werker weiß vor dem Start, was sich geändert hat, und Audits sind ohne zusätzliche Dokumentation vorbereitet.

QST: Auditfest, statistisch ausgewertet und direkt vernetzt
Audit Trail für jede Änderung
QST protokolliert jetzt automatisch jede Änderung an qualitätsrelevanten Daten: wer wann was geändert hat, vom alten auf den neuen Wert. Die vollständige Historie liegt jederzeit im System, ohne zusätzlichen Aufwand im Tagesgeschäft. Qualitätsmanager, Werkleitung und Auditoren erhalten damit einen Nachweis auf Knopfdruck statt einer Suche in Ordnern und Excel Dateien, überall dort, wo Schraubdaten dokumentiert werden müssen, etwa nach IATF 16949 oder VDI/VDE 2862. Grenzwerte und Prüfparameter ändern sich nicht mehr unbemerkt, Abweichungen lassen sich schneller klären und Verantwortlichkeiten sind eindeutig belegt.

Statistische Auswertung auf einen Blick
Prüfergebnisse werden automatisch ausgewertet und verständlich dargestellt: Fähigkeitskennwerte, Verteilung und Trends je Schraubfall und Werkzeug, inklusive Ampelbewertung und Ausreißererkennung. Qualitätsplanung, Qualitätssicherung, Prozess und Produktionsleitung sowie Instandhaltung sehen früher, wo sich eine Abweichung anbahnt, und handeln, bevor Ausschuss oder Nacharbeit entsteht. Auswertungen entstehen automatisch statt in Excel, und für Kunden und Audits liegt eine einheitliche Bewertung über alle Standorte vor statt individueller Interpretationen.

Kommunikation und Bench Agent
QST spricht jetzt direkt mit Werkzeugen, Steuerungen und Prüfständen. Der Bench Agent übergibt Prüfaufträge samt Vorgaben automatisch an den Prüfstand und liefert die Ergebnisse direkt zurück ins System. Für Prüfstandbediener, Messtechnik, Instandhaltung und Qualitätssicherung auf dem Shopfloor entfällt die doppelte Eingabe, Übertragungsfehler verschwinden und pro Schicht sind mehr Prüfungen möglich. Der Weg ist herstellerunabhängig, sodass unterschiedliche Werkzeuge und Prüfstände nach demselben Prinzip angebunden werden.

Hilfstabellen: einmal pflegen, überall nutzen
Wiederkehrende Einträge wie Toleranzklassen, Werkzeugmodelle, Kostenstellen oder Prüfvorgaben werden zentral gepflegt und überall zur Auswahl angeboten, statt bei jedem neuen Datensatz neu eingetippt zu werden. Qualitätsplanung, Stammdatenpflege und Standortverantwortliche legen neue Schraubfälle und Werkzeuge damit in Minuten an, wählen aus freigegebenen Werten statt Freitext und arbeiten linien und standortübergreifend mit denselben Begriffen. Eine zentrale Änderung wirkt sofort an allen Stellen.

CHRONOS: Archivrecherche im Browser
Web Frontend für Suche und Recherche
CHRONOS erhält ein neues Frontend im Browser. Archive lassen sich direkt im Web durchsuchen und erkunden, mit Suchdialog, Formular und Deskriptoransicht, Befehlspalette und Tastenkürzeln. Eine Client Installation ist nicht mehr nötig. Auditoren, Qualität und Compliance sowie die Werks IT greifen damit von jedem Arbeitsplatz auf archivierte Daten zu, in derselben Such und Ergebnisansicht wie im Tagesgeschäft. Das Web Frontend ist die Grundlage, um den Archive Explorer auf dem Desktop schrittweise zu ersetzen.

Live Suchstatus
Lange Suchläufe melden ihren Fortschritt jetzt live. Jeder Suchschritt wird mit eigenem Statustext angezeigt, der laufende Schritt ist hervorgehoben, ein Detailfenster trägt die erweiterten Statusinformationen und eine laufende Suche lässt sich abbrechen. Wer große Archive durchsucht, in denen eine Abfrage Minuten statt Sekunden braucht, sieht damit, dass die Suche arbeitet, statt auf einen leeren Bildschirm zu blicken. Versehentlich gestartete Suchen blockieren die Sitzung nicht mehr, und die Fortschrittstexte zeigen, welcher Schritt die Zeit kostet.

Export in sechs Formaten
Suchergebnisse gehen jetzt als CSV, Excel, ODS, JSON, Parquet oder PDF raus. Der Export läuft im SearchServer und wird als signierter Downloadlink mit Größenbegrenzung übergeben, auch aggregierte und berechnete Ergebnisse lassen sich exportieren. Auditoren und Betriebsprüfer erhalten damit die Datei, die sie anfragen, und Datenteams übernehmen archivierte Daten in ihre eigene Analytics. Große Ergebnismengen müssen nicht mehr durch den Client geladen werden, und der Zugriff läuft über signierte Links statt offener URLs.

Ergebnistabelle mit Formatierung und Drilldown
Die Ergebnistabelle wurde überarbeitet: Kompaktmodus, Zebrastreifen und Zeilennummern machen lange Listen lesbar, konfigurierte Formatter und Stylings werden auf die Ergebnisse angewendet und Drilldown Links führen zu den verknüpften Datensätzen. Wer sich durch lange Ergebnislisten arbeitet, besonders im Audit und in der Fehleranalyse, bleibt damit in der Tabelle statt vorher zu exportieren. Werte erscheinen so, wie sie konfiguriert sind, und verknüpfte Datensätze sind einen Klick entfernt statt eine neue Suche.

Backend für Formulare, Deskriptoren und Formatter
Formulare, Deskriptoren und globale Formatter Konfigurationen werden jetzt im Backend des Archive Explorer angelegt, bearbeitet und gelöscht, inklusive WYSIWYG Editor und verknüpfter Dokumentenverwaltung. Der Cache aktualisiert sich inkrementell. Administratoren, die Archivkonfigurationen aufsetzen und über die Lebensdauer eines Archivs pflegen, arbeiten damit an einer Stelle. Konfigurationsänderungen greifen ohne vollständigen Cache Neuaufbau, und verknüpfte Dokumente bleiben an ihrem Deskriptor.

Tomcat 10.1 und Jakarta Migration
Der Archive Explorer bringt Installations, Migrations und Updateskripte für Tomcat 10.1 mit, sodass bestehende Installationen geführt auf einen unterstützten Servlet Container wechseln. Der Umstieg von javax auf jakarta ist abgeschlossen. Werks IT und Betriebsteams, die den Archive Explorer installieren, betreiben und aktualisieren, arbeiten damit auf einer unterstützten Container Generation statt auf einer, die ihr Lebensende erreicht hat. Migration und Update laufen über Skripte statt manuell, und Sicherheitsupdates für den Container erreichen das Produkt wieder.
Security Updates und CRA Readiness
Log4j 2 wurde auf 2.25.5 aktualisiert und auf die Wartungslinien 7.19.4 und 6.1.21 zurückportiert. Der Build veröffentlicht jetzt eine SBOM nach Dependency Track und prüft Abhängigkeiten mit Trivy, als erste Schritte der Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act. Sicherheitsverantwortliche, IT Security und alle, die Sicherheitsfragebögen von Kunden oder Ausschreibungen beantworten, erhalten damit eine Stückliste der Software je Release statt auf Anfrage. Kunden auf älteren Wartungslinien bekommen dasselbe Log4j Update, und bekannte Schwachstellen erreichen das Produkt innerhalb eines Zyklus statt zweier.
SKILL: Vom Video zum Arbeitsplan
Guide als Arbeitsplan an PGX senden
Ein fertiger SKILL Guide kann jetzt direkt als Arbeitsplan an PGX übergeben werden. Jedes Kapitel wird zu einem Arbeitsschritt mit Anweisungstext, Bild und dem passenden Videoabschnitt, der Inhalt entsteht also einmal in SKILL und wird in PGX genutzt, ohne erneutes Erfassen. Arbeitsvorbereitung und Qualitätsplanung erhalten so in Minuten einen vollständigen, videogeführten Arbeitsplan, und der Werker folgt an der Station demselben Inhalt. Techniken, Werkzeuge und Teile werden dabei auf bestehende PGX Einträge abgeglichen und vom Nutzer bestätigt, es wird nichts unbemerkt angelegt.

Kapitel je Arbeitsschritt
Videos werden in Kapitel geteilt, eines je Arbeitsschritt. SKILL schlägt sie automatisch aus dem Transkript vor, in jeder Sprache des Guides, Administratoren passen sie im Editor an und die Kapitel erscheinen als Marker in der Zeitleiste des Videos. Administratoren und Arbeitsvorbereitung schreiben die Struktur damit nicht von Hand, sondern korrigieren nur, und in jeder Sprache stehen dieselben Schritte und Titel. Der Werker springt über die Marker direkt zu dem Schritt, den er braucht.

Neue Vertonung nach Skriptkorrektur
Eine korrigierte Zeile im Sprech oder Übersetzungsskript wird per Klick neu vertont, aus dem neuen Text, in einer Sprache oder in allen gleichzeitig. Administratoren und Content Verantwortliche, die Guides prüfen und korrigieren, bringen die richtige Terminologie damit auch in die Tonspur und nicht nur in den Text. Eine Korrektur genügt für alle Sprachen, und das Videomaterial bleibt unverändert, es wird nur das betroffene Audio neu erzeugt.

Eine Plattform, die zusammenwächst
Version 26.8 zeigt das Manufacturing OS als Ganzes: ein gemeinsames Erscheinungsbild über alle Produkte, freie Datenbankwahl in IPM, sieben Neuerungen in der Werkerführung mit PGX, durchgängige Nachweise und direkte Geräteanbindung in QST, Archivrecherche im Browser mit CHRONOS und Inhalte aus SKILL, die direkt an der Station landen. Ob bestehende Umgebung oder Einstieg ins Manufacturing OS: 26.8 macht sichtbar, wohin sich die Plattform entwickelt.
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